Egino G. Weinert, Sonntags-Evangelien-Kalender 2026: Wo zwei oder drei in meinem Namen...

Sonntag zu Hause

Wenn dein Bruder auf dich hört, so hast du ihn zurückgewonnen

Vorschlag für einen Gottesdienst zuhause – 23. Sonntag im Jahreskreis (06.09.2026):

Lied

GL 437 Meine engen Grenzen

Zur Ruhe kommen

Wir atmen tief ein und aus. Wir spüren unseren Atem. Wir lassen alle Gedanken kommen und wieder gehen. Wir sprechen mit dem Atemrhythmus mehrere Male langsam:

Jesus, hilf mir

Gebet

Gütiger Gott,
durch deinen Sohn Jesus schenkst du uns die Erlösung.
Öffne uns Ohren und Herz, damit wir deine Worte nicht nur hören,
sondern auch aufnehmen und danach handeln.

(nach Wortgottesdienste)

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 18, 15-20)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn dein Bruder gegen dich sündigt,
dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht!
Hört er auf dich,
so hast du deinen Bruder zurückgewonnen.
Hört er aber nicht auf dich,
dann nimm einen oder zwei mit dir,
damit die ganze Sache
durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen
entschieden werde.
Hört er auch auf sie nicht,
dann sag es der Gemeinde!
Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht,
dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.
Amen, ich sage euch:
Alles, was ihr auf Erden binden werdet,
das wird auch im Himmel gebunden sein,
und alles, was ihr auf Erden lösen werdet,
das wird auch im Himmel gelöst sein.
Weiter sage ich euch:
Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten,
werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.
Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,
da bin ich mitten unter ihnen.

Gedanken zum Evangelium

  • Jesus sagt, wir sollen das Gespräch mit dem suchen, der sich uns gegenüber schlecht verhalten hat. Das ist oft schon eine große Herausforderung. Schnell beurteilen oder verurteilen wir das Verhalten anderer. Manchmal wollen wir mit ihnen nicht mehr reden, weil wir uns zu sehr gekränkt fühlen
  • Wenn ich meinen Ärger aber überwinden kann und das klärende Gespräch mit dem anderen suche, kann ich meinen Gesprächspartner respektvoll auf sein falsches Verhalten hinweisen und vielleicht überzeugen. Dann entsteht möglicherweise eine neue, bessere Beziehung, und wir beide werden danach zufriedener sein.
  • Versuchen wir, uns nicht am Verurteilen und Ausgrenzen anderer zu beteiligen. Vielleicht gelingt es uns sogar, Menschen zu beteiligen, ihnen eine Perspektive aufzuzeigen
  • Vergessen wir nicht: Wo wir Frieden und Gemeinschaft in Jesu Namen suchen, ist er bei uns.

Gebet

Herr Jesus,
für alle Gaben und Fähigkeiten, die du mir gegeben hast, danke ich dir.
Trotz meiner Fehler und Schwächen nimmst du mich an
und schenkst mir deine Liebe.
Hilf mir deine Liebe und den Glauben an dich weiterzugeben.

(nach Bistum Dresden-Meißen)

Lied

GL 485 O Jesu Christe, wahres Licht