
Egino G. Weinert, Sonntags-Evangelien-Kalender 2026: Auferweckung des Lazarus
Sonntag zu Hause – 5. Fastensonntag
Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben
Unser Vorschlag für einen Gottesdienst zuhause – 5. Fastensonntag (22.03.2026):
Lied
Zur Ruhe kommen
Wir atmen tief ein und aus. Wir spüren unseren Atem. Wir lassen alle Gedanken kommen und wieder gehen. Wir sprechen mit dem Atemrhythmus mehrere Male langsam:
Jesus, steh mir bei
Gebet
Gott des Lebens,
wie oft müssen wir etwas begraben – Träume und Pläne.
Wie oft müssen wir loslassen – liebe Menschen und uns Vertrautes.
Wie oft fühlen wir uns leblos, atemlos, hilflos.
Doch du bist ein Gott des Lebens.
Du rufst uns heraus aus den Gräbern unserer Trauer und Angst,
aus den Gräbern unserer Mutlosigkeit und Dunkelheit.
Lass uns dir vertrauen und aus deiner Liebe leben.
(Bistum Regensburg)
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes (Joh 11, 1-45)
In jener Zeit
sandten die Schwestern des Lázarus Jesus die Nachricht:
Herr, sieh: Der, den du liebst, er ist krank.
Als Jesus das hörte,
sagte er: Diese Krankheit führt nicht zum Tod,
sondern dient der Verherrlichung Gottes.
Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden.
Jesus liebte aber Marta, ihre Schwester und Lázarus.
Als er hörte, dass Lázarus krank war,
blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich aufhielt.
Danach sagte er zu den Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa gehen.
Als Jesus ankam,
fand er Lázarus schon vier Tage im Grab liegen.
Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen,
Maria aber blieb im Haus sitzen.
Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen,
dann wäre mein Bruder nicht gestorben.
Aber auch jetzt weiß ich:
Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.
Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.
Marta sagte zu ihm:
Ich weiß, dass er auferstehen wird
bei der Auferstehung am Jüngsten Tag.
Jesus sagte zu ihr:
Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird auf ewig nicht sterben.
Glaubst du das?
Marta sagte zu ihm:
Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist,
der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.
Jesus war im Innersten erregt und erschüttert.
Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet?
Sie sagten zu ihm: Herr, komm und sieh!
Da weinte Jesus.
Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte!
Einige aber sagten:
Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat,
hätte er dann nicht auch verhindern können,
dass dieser hier starb?
Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt
und er ging zum Grab.
Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war.
Jesus sagte: Nehmt den Stein weg!
Marta, die Schwester des Verstorbenen,
sagte zu ihm: Herr, er riecht aber schon,
denn es ist bereits der vierte Tag.
Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt:
Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?
Da nahmen sie den Stein weg.
Jesus aber erhob seine Augen
und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.
Ich wusste, dass du mich immer erhörst;
aber wegen der Menge, die um mich herumsteht,
habe ich es gesagt,
damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.
Nachdem er dies gesagt hatte,
rief er mit lauter Stimme: Lázarus, komm heraus!
Da kam der Verstorbene heraus;
seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt
und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt.
Jesus sagte zu ihnen:
Löst ihm die Binden und lasst ihn weggehen!
Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren
und gesehen hatten, was Jesus getan hatte,
kamen zum Glauben an ihn.
Gedanken zum Evangelium
- Der Tod von Lazarus erschüttert Jesus zutiefst. Er weint. Jesus leidet mit den Menschen damals und auch heute. Er leidet auch mit mir und steht mir zur Seite.
- Da Marta an die Auferstehung glaubt, verspricht Jesus ihr das ewige Leben. Diese Zusage gilt auch für mich.
- In all meinen Sorgen und Leiden darf ich darauf vertrauen, dass Jesus mit mir leidet und mich nicht allein lässt. Er trägt mich durch alle Probleme hindurch und verspricht auch mir das ewige Leben. Welch eine unglaubliche Zusage!
Gebet
Lebendiger Gott,
wir bitten dich, dass wir trotz aller Sorgen
die Freude am Leben nicht verlieren.
Wir bitten dich, dass wir erfahren,
wie du uns aus der Enge unserer Gedanken in die Weite führst.
Lass uns gute Worte finden, die andere aufrichten.
Hilf uns, dass wir für andere zum Segen werden.