Egino G. Weinert, Sonntags-Evangelien-Kalender 2026: Lasst beides wachsen.

Sonntag zu Hause

Lasst beides wachsen bis zur Ernte

Vorschlag für einen Gottesdienst zuhause – 16. Sonntag im Jahreskreis (19.07.2026):

Lied

GL 468 Gott gab uns Atem, damit wir leben

Zur Ruhe kommen

Wir atmen tief ein und aus. Wir spüren unseren Atem. Wir lassen alle Gedanken kommen und wieder gehen. Wir sprechen mit dem Atemrhythmus mehrere Male langsam:

Du - in mir
ich - in dir

Gebet

Du hast das Leben allen gegeben,
gib uns heute dein gutes Wort.
So geht dein Segen auf unsern Wegen
bis die Sonne sinkt, mit uns fort.
Du bist der Anfang, dem wir vertrauen,
du bist das Ende, auf das wir schauen.
Was immer kommen mag,
du bist uns nah.
Wir aber gehen,
von dir gesehen,
in dir geborgen
durch Nacht und Morgen
und singen ewig dir:
Halleluja.

Jörg Zink

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 13, 24-30)

In jener Zeit
erzählte Jesus der Menge folgendes Gleichnis:
Mit dem Himmelreich
ist es wie mit einem Mann,
der guten Samen auf seinen Acker säte.
Während nun die Menschen schliefen,
kam sein Feind,
säte Unkraut unter den Weizen
und ging weg.
Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten,
kam auch das Unkraut zum Vorschein.
Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn
und sagten: Herr,
hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät?
Woher kommt dann das Unkraut?
Er antwortete: Das hat ein Feind getan.
Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen?
Er entgegnete: Nein,
damit ihr nicht zusammen mit dem Unkraut den Weizen ausreißt.
Lasst beides wachsen bis zur Ernte
und zur Zeit der Ernte
werde ich den Schnittern sagen:
Sammelt zuerst das Unkraut
und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen;
den Weizen aber bringt in meine Scheune!

Gedanken zum Evangelium

  • Im Gleichnis steht der Acker für die Welt, die immer mehr Reich Gottes werden soll. Guten Samen hat Gott in mich, in jeden Menschen gelegt. Doch auch der Widersacher hat in uns gesät, was dem Reich Gottes entgegensteht. Was lasse ich in mir wachsen?
  • Da ist viel, was mir missfällt, mich ärgert, mir Angst macht. Wie gehe ich mit diesen Erfahrungen um? Lehne ich Menschen ab oder Positionen?
  • Gott gibt mir Zeit, das Gute wachsen zu lassen, in mir, in anderen. Radikalität und liebloses Eifern – gegen wen auch immer – lehnt er ab. Seine Liebe ist geduldig.
  • Jesus sagt: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen. (Matth.5,44)
    Nur so kann der Teufelskreis des Bösen durchbrochen werden. Versuche ich das, immer wieder?

Gebet

Dein Name, Herr,
ist Leben, Friede, Schalom und Salam.
Dieser Name sei genannt und gepriesen von allen.
Mit allen, die diesen Namen kennen,
bitten wir um Frieden
für die Nahen und Frieden für die Fernen.
Um Frieden in den Herzen,
Frieden in allen Zelten,
Häusern und Palästen.
Um Frieden zwischen den Religionen und Kulturen.
Um Frieden für die Schöpfung, die seufzt.
Zeige allen, wer du in Wahrheit bist.
Mach uns zu Werkzeugen deines Friedens.

GL 20/3

Lied

GL 820 Pilger sind wir Menschen