Bettler, Bürger und Eliten - spätmittelalterliche Pilgerfahrten im Kurfürstentum Brandenburg

Vortragsabend des Diözesangeschichtsvereins am 18. Februar

Wer in der heutigen Zeit eine Pilgerfahrt unternimmt, tut es meist aus dem Verlangen heraus, spirituelle Erfahrungen zu sammeln. Für so eine Sinnsuche wird der Reisekomfort sehr gezielt reduziert - gepilgert wird zu Fuß und logiert in eher bescheidenen Quartieren. Im Spätmittelalter sind unzählige Gläubigen zu den zahlreichen Gnadenstätten ihrer Zeit aufgebrochen. Diese Pilgerfahrten unterschieden sich allerdings deutlich von dem, was wir heute unter einer solchen Reise verstehen - sowohl hinsichtlich der Motive als auch der Reise selbst.

Welche Motive das waren und wie die Pilger im Spätmittelalter an ihr Ziel gelangten, wird in diesem Vortrag am Beispiel des Kurfürstentums Brandenburg gezeigt. Neben den Wallfahrten von Pilgern aus den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, wird es u.a. auch um religiöse Auffassungen, Frömmigkeitspraktiken, den Reisealltag, sowie um rechtliche, logistische und ökonomische Aspekte des spätmittelalterlichen Wallfahrtswesens gehen.

Herzliche Einladung zum Vortragsabend des Diözesangeschichtsvereins!

Referent Dr. Carina Brumme (Berlin)
Wann? Dienstag, 18. Februar 2020, 19.30 Uhr
Wo? Pfarrsaal Heilige Familie