Bischof Busso II. von Havelberg (1468-1548):

letzter Verfechter des alten Glaubens in Brandenburg?

Vortragsabend des Diözesangeschichtsvereins am 22. September

Bischof Busso II. von Havelberg ist Frühneuzeitinteressierten heute vielleicht noch als letzter Bischof Kurbrandenburgs bekannt, der dem alten Glauben anhing und ihn bis zu seinem Tode entschieden verteidigte. Die beiden anderen „Landesbistümer“ in der Mark, Lebus und Brandenburg an der Havel, waren zum Zeitpunkt seines Todes 1548 längst lutherisch geworden. Doch war Havelberg mit seinem konservativen Bischof wirklich eine uneinnehmbare Bastion gegenüber der sich seit den 1540er Jahren immer weiter in Kurbrandenburg verbreitenden lutherischen Konfession? Dieser Frage will der Vortrag nachgehen.

Auch die Karriere Bussos vor seiner Wahl zum Bischof soll Thema des Vortrags sein. Denn Busso beeinflusste bereits in jüngeren Jahren als Diplomat im Dienste der Kirche die (vor allem kurbrandenburgische) Kirchengeschichte nachhaltig.

Referent Alkmar von Alvensleben (Berlin)
Wann? Dienstag, 22. September 2020, 19.30 Uhr
Wo? Pfarrsaal Heilige Familie